Implantate

Als Zahnimplantat – oder auch einfach: Implantat – bezeichnet man ein künstliches Produkt, das zum dauerhaften oder provisorischen Verbleib in den Kiefer eingebracht wird. Es hat in der Regel die Funktion, Zahnwurzeln zu ersetzen. Kronen, Brücken oder Elemente zur Verankerung von Prothesen oder Epithesen können mithilfe dieser künstlichen Wurzel befestigt werden.

Grundsätzlich sind Implantate beihilfefähig, wenn sie nötig sind. Hierzu gehören auch alle dazu erforderlichen Behandlungen wie zum Beispiel das Entfernen eines anderen Zahns oder der Aufbau von Kieferknochen. Die medizinische Notwendigkeit für ein Implantat muss allerdings vom Zahnarzt festgestellt werden. Grundsätzlich muss das Implantat zur Wiederherstellung der Kaufähigkeit des Patienten nötig sein.

Nach größeren Kiefer- oder Gesichtsoperationen, die zum Beispiel wegen Erkrankungen oder Unfällen durchgeführt wurden, sind Implantate als beihilfefähig anerkannt. Hier gibt es keine gesetzliche Höchstzahl an beihilfefähigen Implantaten. Allerdings muss der Zahnarzt genau darlegen, warum die geplante Anzahl notwendig ist.

Bei Vorliegen bestimmter Indikationen wie z. B. bei größeren Kiefer- und Gesichtsdefekten ist die Anzahl einschließlich vorhandener Implantate auf vier Implantate je Kiefer begrenzt. Das bedeutet, dass pro Kiefer höchstens vier Implantate als Zahnersatz gezahlt werden. Will der Patient zum Bespiel im Alter alle Zähne statt mit Prothesen mit Implantaten ersetzen, muss er den Rest selbst zahlen. Ansonsten werden die Aufwendungen für bis zu zwei Implantate einschließlich vorhandener Implantate anerkannt.