Beihilfestellen im Bund

Bundesbeamte arbeiten nicht nur in Berlin. In Bonn haben viele Bundesministerien noch Dependancen, zahlreiche Bundesbehörden und bundesunmittelbare Körperschaften sind über die Republik verteilt. Wohin also wenden sich Bundesbeamte wegen ihrer Beihilfe und wo stellen ihren Beihilfeantrag? Hier erfahren Sie alles über Ihre Beihilfestelle.

Die gesetzliche Grundlage für die Beihilfe der Beamten im Bund ist die Bundesbeihilfeverordnung. Danach erstattet Ihnen als aktiver Bundesbeamter Ihr Dienstherr 50 Prozent Ihrer beihilfefähigen Aufwendungen. Für seine Pensionäre, also Empfänger von Versorgungsbezügen, und für beihilfeberechtigte Familienangehörige trägt der Bund 70 Prozent beziehungsweise für Kinder 80 Prozent der Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen sowie Heil- und Hilfsmittel, sofern sie beihilfefähig sind. Lebens- und Ehepartner sind nur beihilfeberechtigt, wenn sie im vorvergangenen Kalenderjahr nicht mehr als maximal 18.000 Euro eigenes Einkommen versteuerten.

Eigenbehalte und Belastungsgrenze der Beihilfe im Bund

Als Bundesbeamter oder Bundesbeamtin müssen Sie für jeden Arztbesuch sowie für jede medizinisch notwendige Behandlung oder Verordnung einen Eigenbehalt in Höhe von fünf bis zehn Euro zahlen. Bei einem Klinik- und Reha-Aufenthalt müssen Sie für höchstens 28 Tage zehn Euro pro Tag als Eigenanteil (Zuzahlung) übernehmen. Kinder und Schwangere sind von Eigenbehalten befreit.

Anders als in vielen Bundesländern gilt jedoch eine Belastungsgrenze. Diese besagt, dass die Belastung durch den Eigenbehalt maximal zwei Prozent der Jahresbezüge betragen darf. Chronisch Kranke müssen sogar nur eine Belastungsgrenze von einem Prozent akzeptieren. Im Gegensatz zu vielen Bundesländern gibt es im Bund gibt es keine Kostendämpfungspauschale. Diese verlangt den Landesbeamten in vielen Bundesländern gestaffelt nach der Besoldungsgruppe einen pauschal festgelegten Eigenanteil ab, den der Beihilfeberechtigte für sich und seine beihilfeberechtigten Angehörigen selbst tragen muss.

Rechnungen eines Jahres sammeln: Erst ab 200 Euro Erstattungsanspruch

Einen Beihilfeantrag können Sie bei der für Sie zuständigen Beihilfestelle erst einreichen, wenn Sie einen Erstattungsanspruch von insgesamt 200 Euro haben. Sie müssen also zunächst alle Rechnungen sammeln, bevor Sie die Belege zur Erstattung einreichen können. Die Rechnungen dürfen aber maximal zwölf Monate alt sein. Deshalb können Sie bei einem geringeren Erstattungsanspruch Ihren Antrag vorher stellen, wenn Sie innerhalb von zehn Monaten keine weiteren beihilfefähigen Aufwendungen hatten.

Bundesbeamte und ihre Beihilfe: Antragstellung, Beratung und Kontakt

Früher gab es viele verschiedene Beihilfestellen für Bundesbeamte, was hohe Kosten verursachte. Deshalb hat der Bund als Dienstherr heute nur noch zwei Beihilfestellen, die Beihilfeanträge entgegennehmen und Kosten erstatten. Zuständig für die Ministerien, Behörden und Ämter des Bundes sowie bundesunmittelbare Körperschaften sind entweder das Bundesverwaltungsamt in Köln (BVA) oder das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV). Beide Behörden informieren über alle Fragen der Beihilfe auch telefonisch. Für jede Dienststelle des Bundes sind die Berater mit Name und Telefonnummer auf den Webseiten angegeben.

Das BADV betreut die meisten der Bundesbeamten und deren Angehörige mit Beihilfeberechtigung. Neben ihrem „Dienstleistungszentrum Beihilfe“ in Bad Homburg vor der Höhe unterhält die Behörde zehn weitere Bearbeitungsstandorte. Das BVA betreut die übrigen Bundesbehörden, Stiftungen und sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts. Es hat seinen Sitz in Köln.

Das sind die Beihilfestellen für Beamte des Bundes:

Das Bundesverwaltungsamt

Bundesverwaltungsamt
Barbarastr. 1
50735 Köln

Postanschrift:

Bundesverwaltungsamt
50728 Köln

Zentraler Kontakt

Telefon: +49(0)228 99358-0
Fax: +49(0)228 99358-2823
Telefon (2): +49(0)221 758-0
E-Mail: poststelle@bva.bund.de
Homepage: www.bundesverwaltungsamt.de

Vordrucke rund um das Thema Beihilfe zum Herunterladen finden Sie auf der Webseite des BVA. Zudem bietet die Behörde eine Liste der zuständigen Ansprechpartner für die verschiedenen Dienststellen des Bundes. Klicken Sie auf den Behördennamen und Sie erhalten sofort den Namen und die Durchwahl des für Sie zuständigen Bearbeiters.

Das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen

Bad Homburg

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
Dienstleistungszentrum – Beihilfe
Referat DZB
61300 Bad Homburg v. d. Höhe

Antragsformulare zum Download finden Sie auf der Webseite des BADV. Ebenfalls dort finden Sie eine Liste der zuständigen Ansprechpartner für Ihre Dienststelle.

Berlin – Referat A I 1

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
Dienstleistungszentrum - Beihilfe
Referat A I 1
DGZ-Ring 12
13086 Berlin

Hotline:

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Telefon: +49(0)30 187030-4000

Berlin – Referat A I 2

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
Dienstleistungszentrum – Beihilfe
Referat A I 2
DGZ-Ring 12
13086 Berlin

Hotline:

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Telefon: +49(0)30 187030-1000

Bonn – Ausland

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
Dienstleistungszentrum – Beihilfe
Referat A II 1
Am Propsthof 10
53121 Bonn

Hotline:

Montag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr, Freitag von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Telefon: +49(0)30 187030-9900

Bonn – Inland

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
Dienstleistungszentrum – Beihilfe
Referat A II 1
Am Propsthof 10
53121 Bonn

Hotline:

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Telefon: +49(0)30 187030-2000

Chemnitz

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
Datenbearbeitungszentrum – Beihilfe
Referat A I 7
Brückenstr. 10
09111 Chemnitz

Hotline:

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Telefon: +49(0)30 187030-4444

Düsseldorf

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
Dienstleistungszentrum – Beihilfe
Referat A II 3
Wilhelm-Raabe-Straße 46
40470 Düsseldorf

Hotline:

Montag bis Freitag von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr
Telefon +49(0)211 959-2596 (für Versorgungsempfänger der Bundeswehr mit Erstantragstellung)

Frankfurt (Oder)

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
Dienstleistungszentrum – Beihilfe
Referat A I 5
Spitzkrugring 10
15234 Frankfurt (Oder)

Hotline:

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Telefon: +49(0)30 187030-9901

Neubrandenburg

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
Dienstleistungszentrum – Beihilfe
Referat A I 6
Ihlenfelder Str. 112-114
17034 Neubrandenburg

Hotline:

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Telefon: +49(0)30 187030-5555

Rostock

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
Dienstleistungszentrum – Beihilfe
Referat A I 4
Wallstr. 2
18055 Rostock

Hotline:

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Telefon: +49(0)3018 7030-3333

Stuttgart

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
Dienstleistungszentrum – Beihilfe
Referat A II 2
Löwentorzentrum – Heilbronner Str. 186
70191 Stuttgart

Hotline:

Montag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr, Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Telefon: +49(0)711 2540-2888

Letzte Aktualisierung: 27.02.2017


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