Beihilfe beantragen

Beihilfeantrag

So beantragen Sie Beihilfe richtig

Beihilfefähige Aufwendungen ersetzt Ihr Dienstherr nur auf Antrag. Wie Sie Beihilfe als Beamter richtig beantragen, was Sie außer einem Formular noch dazu brauchen und welche Fristen Sie beachten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Aus dem Inhalt

Beihilfe beantragen im Detail Beihilfe beantragen: Formulare gibt es im Internet Ohne private Krankenversicherung für Restkosten keine Beihilfe Belege der Aufwendungen gehören zum Antrag auf Beihilfe Beihilfe innerhalb eines Jahres beantragen

Um Beihilfe für Ihre Aufwendungen als Beamter zu bekommen, müssen Sie einen Antrag stellen. Über diesen entscheidet eine Festsetzungsstelle. Welche Stelle zuständig ist, um Beihilfe zu beantragen, hängt davon ab, wer Ihr Dienstherr ist. Für Beamte des Bundes ist diese Aufgabe der jeweils obersten Dienstbehörde zugewiesen. Auf Länder- und Kommunalebene haben die Bundesländer die Zuständigkeit eigenständig geregelt. Zu Besonderheiten in den einzelnen Bundesländern finden Sie hier weitere Informationen.

Beihilfe beantragen im Detail:

Beihilfe beantragen: Formulare gibt es im Internet

Um die Bearbeitung der Anträge ihrer Beamten zu erleichtern und zu beschleunigen, halten die Beihilfestellen des Bundes und der Länder spezielle Formulare bereit. In diese können Sie alle notwendigen Angaben eintragen. Im Beitrag über Formulare für den Beihilfeantrag finden Sie Links zu den Anträgen, die für Sie gelten, außerdem weitere Informationen, wie Sie diese richtig ausfüllen.

Wichtig: Wenn Sie das erste Mal als Beamter Beihilfe beantragen, verlangt die Beihilfestelle besonders viele Informationen. Da noch keine Stammdaten existieren, sind alle Angaben erforderlich, die die Festsetzungsstelle benötigt, um Ihren Bemessungssatz zu berechnen. Zum Beispiel Angaben über Ihren Status und Ihre Dienststelle, Ihren Familienstand und Ihre beihilfeberechtigten Angehörigen. Insbesondere ob Sie Kindergeld für Ihre Kinder bekommen – vor allem, wenn diese schon älter und noch in der Ausbildung sind. Dafür hält Ihr Dienstherr in der Regel eine Langversion des Antragsformulars bereit. Wenn sich bei Ihnen keine Veränderungen ergeben, nutzen Sie danach nur noch den Kurzantrag.

Beihilfeantrag ausfüllenOhne private Krankenversicherung für Restkosten keine Beihilfe

Bei der ersten Beantragung der Beihilfe müssen Sie der Beihilfestelle eine Bescheinigung über den Abschluss einer privaten Krankenversicherung für Beamte (der Restkostenversicherung) übergeben. Denn die Beihilfe trägt je nach Bemessungssatz nur 50 bis 80 Prozent Ihrer Gesundheitskosten. Für den Rest sind Sie seit 2009 gesetzlich verpflichtet, sich privat abzusichern. Besonders günstige Tarife für Beamtenanwärter bietet die Continentale Krankenversicherung a.G. In einem gesonderten Beitrag informieren wir Sie über das Tarifkonzept COMFORTBeihilfe. Oder nutzen Sie unsere Postleitzahl-Suche und wir vermitteln Ihnen den Kontakt zu Ihrem persönlichen Ansprechpartner in Ihrer Nähe. Er berät Sie gerne umfassend und unverbindlich zu Ihrem Beihilfeanspruch und zur Restkostenversicherung.

Belege der Aufwendungen gehören zum Antrag auf Beihilfe

Um Beihilfe zu beantragen, ist nicht nur ein ausgefülltes Formular erforderlich. Damit die Festsetzungsstelle die Beihilfefähigkeit der Aufwendungen prüfen kann, müssen Sie Ihrem Antrag Belege Ihrer Aufwendungen beifügen. Insbesondere bei Rezepten sollten Sie übrigens immer darauf achten, dass die Pharmazentralnummer (PZN) angegeben ist, damit sie als Nachweis für beihilfefähige Kosten akzeptiert werden. Die PZN ist der bundeseinheitliche Identifikationsschlüssel für Arzneimittel, Hilfsmittel und andere Apothekenprodukte. Sie setzt sich aus einer achtstelligen Nummer mit sieben Ziffern und einer Prüfziffer zusammen, die mit einem Minus-Zeichen beginnt. Die PZN ist eine eindeutige Bezeichnung für Arzneimittel nach Darreichungsform, Wirkstoffstärke und Packungsgröße. Für den Antrag genügen in der Regel Kopien und Zweitschriften der Belege.

Für die Erstattung von Krankenhausleistungen ist nach der Bundesbeihilfeverordnung neben der Rechnung darüber hinaus die Vorlage der Entlassungsanzeige sowie einer eventuellen schriftlichen Wahlleistungsvereinbarung (für Chefarztbehandlung und/oder Zweibettzimmer) erforderlich.

 

Beihilfe innerhalb eines Jahres beantragen

Beihilfe innerhalb eines Jahres beantragen

Ihren Antrag auf Beihilfe müssen Beamte des Bundes und in den meisten Bundesländern innerhalb eines Jahres stellen. In manchen Bundesländern haben Beamte sogar zwei Jahre Zeit, um Beihilfe zu beantragen. Versäumen Sie den Stichtag, gewährt die Festsetzungsstelle Ihnen keine Beihilfe mehr. Erfahren Sie mehr über die wichtigen Fristen in den Beiträgen über Beihilfe in den Ländern. Entscheidend für den Beginn der Frist ist in der Regel das Datum, an dem die Rechnung oder das Rezept, für das Sie Beihilfe beantragen, ausgestellt sind. Anders ist es, wenn es um Pflegeleistungen geht; hier beginnt die Frist am letzten Tag des Monats, in dem die Pflege erbracht wurde. Hat ein Sozialhilfeträger vorgeleistet, beginnt die Frist erst am 1. des Monats, der auf den Monat folgt, in dem der Sozialhilfeträger gezahlt hat. Was Sie tun können, wenn Sie die Frist zur Antragstellung versäumt haben, oder wie Sie gegen einen Beihilfebescheid vorgehen können, der Ihnen ungerecht erscheint, erfahren Sie im Beitrag über das Verfahren in Beihilfesachen.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Beihilfe kann nur mit aktuellen Formularen beantragt werden.
  • Belege der Aufwendungen gehören zum Antrag.
  • Den Beihilfeantrag müssen Beamte in der Regel innerhalb eines Jahres nach Entstehen der Aufwendungen stellen.
Letzte Aktualisierung: 03.02.2017


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