Beamtenversicherung

Beamtenversicherung

Dieser Schutz ist für Sie unerlässlich!

Beamte müssen Krankheits-, Dienstunfähigkeits- und Berufsrisiken selbst absichern. Dazu brauchen Sie jeweils eine passende Beamtenversicherung. Alles, was Sie dazu wissen müssen, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Beamtenkrankenversicherung Dienstunfähigkeitsversicherung Diensthaftpflichtversicherung Sterbegeldversicherung

Als Beamter sind Sie kein „normaler“ Arbeitnehmer, sondern Sie stehen in einem besonderen öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis gegenüber Ihrem Dienstherrn. Dasselbe gilt, wenn Sie Richter, Soldat oder Kirchenbeamter sind: Ihr Dienstrecht unterliegt dann zwar abweichenden Regelungen, jedoch sind Sie den Beamten in weiten Bereichen gleichgestellt.

Aus dem speziellen Dienstverhältnis ergibt sich, dass für Sie als Beamter andere Regelungen gelten als für angestellte Arbeitnehmer.

Beamtenkrankenversicherung – Beihilfe-ergänzende Beamtenversicherung für den Erkrankungsfall

Als Beamter sind Sie üblicherweise nicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung versichert, vielmehr erhalten Sie im Krankheitsfall Beihilfe von Ihrem Dienstherrn. Die Beihilfeleistungen decken jedoch nur einen Teil der Krankheitskosten ab. Je nach Ihren persönlichen Verhältnissen erhalten Sie als aktiver Beamter 50 bis 70 Prozent Ihrer Krankheitskosten erstattet. Für Ehegatten und Kinder wird unter bestimmten Umständen ebenfalls Beihilfe gezahlt, und zwar in Höhe von 70 beziehungsweise 80 Prozent der Aufwendungen. Für die Absicherung des Restrisikos sind Sie als Beamter selbst zuständig – von Gesetzes wegen sind Sie sogar dazu verpflichtet, eine Beamtenkrankenversicherung für den Krankheitsfall abzuschließen.

Die passende Beamtenversicherung im Bereich des Krankenversicherungsschutzes ist die sogenannte Restkostenversicherung. Es handelt sich um Beihilfeergänzungstarife eines privaten Versicherers, mit denen Sie als Beamter das Restrisiko für sich und Ihre Angehörigen absichern können. Die Erstattungshöhe ist flexibel und richtet sich nach der Höhe der Beihilfe, die Ihr Dienstherr gewährt. Zusammengerechnet soll das Kostenrisiko damit komplett abgedeckt sein – abgesehen von Selbstbeteiligungen, die je nach Einzelfall eventuell anfallen.

Auch wenn Sie als aktiver Soldat oder Polizist Heilfürsorge erhalten und damit zu 100 Prozent abgesichert sind, benötigen Sie solch eine Beamtenkrankenversicherung. Denn Heilfürsorge erhalten nur Sie selbst, nicht aber Ihre Angehörigen. Die Restkostenversicherung ist unumgänglich, um deren Beihilfenansprüche angemessen zu ergänzen.

 Tipp

Dienstunfähigkeitsversicherung – die Beamtenversicherung gegen finanzielle Folgen eines vorzeitigen Ausscheidens 

Die gravierenden Unterschiede zwischen Arbeitnehmern und Beamten betreffen auch den Fall der Berufsunfähigkeit. Das Beamtenrecht kennt diesen Begriff gar nicht! Was im beamtenrechtlichen Sinne zum Tragen kommt, ist vielmehr die Dienstunfähigkeit – für die jedoch die Messlatten tiefer liegen. So können Sie als Beamter zwar dienstunfähig, aber grundsätzlich noch berufsfähig sein. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Ihnen als Beamter daher keinen optimalen Schutz.

Die Beamtenversicherung, die Ihre Arbeitsfähigkeit beziehungsweise Ihr dienstliches Ausfallrisiko passgenau absichert, ist die Dienstunfähigkeitsversicherung. Es handelt sich meist um erweiterte Berufsunfähigkeitsversicherungen, die die beamtenrechtliche Dienstunfähigkeit mit einschließen. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung ist umso wichtiger für Sie, als das Risiko der Dienstunfähigkeit – bedingt durch die niedriger angesetzten Kriterien – natürlich ungleich höher liegt. In den vergangenen zehn Jahren waren es jedes Jahr durchschnittlich etwa 10.000 bis 12.000 Beamte, die  wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig ausscheiden mussten.

Die Leistungen aus der Dienstunfähigkeitsversicherung ergänzen das Ruhegehalt, das Ihr Dienstherr Ihnen zahlt, wenn er Sie wegen Dienstunfähigkeit entlässt beziehungsweise in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Anspruch auf ein Ruhegehalt haben Sie übrigens nur dann, wenn Sie zum Beamten auf Lebenszeit ernannt sind. Beamtenanwärter hingegen gehen leer aus: Sie werden bei Dienstunfähigkeit lediglich in der Gesetzlichen Rentenversicherung „nachversichert“.

 Tipp

Diensthaftpflichtversicherung – die Beamtenversicherung zur Absicherung der dienstrechtlichen Haftungsrisiken

Im Gegensatz zu Arbeitnehmern haften Sie als Beamter für alle Schäden, die Sie in Ausübung Ihres Dienstes verursachen – persönlich und in unbegrenzter Höhe! Stellen Sie sich vor, Sie verfolgen als Polizeibeamter einen Straftäter mit dem Auto und ein unbeteiligter Dritter kommt dabei in schwerer Weise zu Schaden – dann sehen Sie sich mit immensen Schadenersatzforderungen konfrontiert. Als Lehrer tragen Sie ein besonders hohes Risiko, wenn Ihre Schüler einen Schaden verursachen und Ihnen dabei die Verletzung Ihrer Aufsichtspflicht zur Last gelegt wird.

Selbst als Verwaltungsbeamter können Sie eine folgenschwere und teure Fehlentscheidung treffen, für die Sie persönlich geradestehen müssen! Ihr Dienstherr wird zunächst für den entstandenen Schaden aufkommen und dann seine Regressansprüche gegen Sie geltend machen, wenn Ihnen grobe Fahrlässigkeit oder sogar Vorsatz nachzuweisen ist. Als Schutz vor den dienstrechtlichen Haftungs- und Kostenrisiken ist der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung mit integrierter Diensthaftpflichtversicherung unabdingbar. Sie ist für Beamte eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt.

 Tipp

Sterbegeldversicherung – die Beamtenversicherung zur Absicherung der Hinterbliebenen im Todesfall

Bei staatlichen Todesfallleistungen wurde in jüngerer Vergangenheit radikal gekürzt. So wurde mit Ablauf des Jahres 2003 das allgemeine, allen gesetzlich krankenversicherten Bürgern zustehende Sterbegeld aus dem deutschen Sozialgesetzbuch ersatzlos gestrichen. Das Sterbegeld zählte bis dahin zum verbindlichen Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung – auch wenn es zuletzt nur noch 525 Euro waren, die ausbezahlt wurden. Die durchschnittlichen Kosten einer Bestattung in Deutschland in Höhe von 6.000 Euro ließen sich damit ohnehin nicht ansatzweise decken.

Ebenfalls nicht halt gemacht hat der Rotstift vor den Beamten. Früher gab es für Beamte im Rahmen des Bundesbeihilfe – und teils auch von der Landesbeihilfe – ein Sterbegeld. Doch das ist längst schon Geschichte. Die einzige Zahlung, die Hinterbliebene eines Beamten (Ehepartner und Kinder) noch erwarten dürfen, ist eine Einmalzahlung in Höhe von zwei Monatsbezügen oder Ruhegehältern. Für Landesbeamte gelten darüber hinaus teils abweichende Regelungen.

Da im Todesfall nicht nur Bestattungskosten anfallen, sondern auch Kosten für Mietzahlungen und Verpflichtungen aus weiteren laufenden Verträgen, übersteigt der Finanzbedarf den Einmalzuschuss des Dienstherrn in den meisten Fällen bei Weitem. Nicht zuletzt kostet die Haushaltsauflösung mitunter viel Geld. Wer seine Angehörigen nicht „im Regen stehen lassen“ möchte, hat die Möglichkeit, mit einer Sterbegeldversicherung für den Todesfall vorzusorgen. Die Sterbegeldversicherung ist zwar kein „absolutes Muss“, aber allemal eine sinnvolle und empfehlenswerte Ergänzung zur Aufstockung des Einmalzuschusses.

 Tipp
Letzte Aktualisierung: 10.10.2017


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