Nicht beihilfefähige Aufwendungen

Was nicht bezahlt wird

Vorsicht: Diese Aufwendungen sind nicht beihilfefähig

Die Beihilfe zahlt nicht für alle Behandlungen. Welche nicht beihilfefähige Aufwendungen Sie aus eigener Tasche finanzieren müssen, erfahren Sie hier.

Grundsätzlich erstattet die Beihilfe alle Aufwendungen, die medizinisch notwendig und angemessen sind. Das wird immer dann angenommen, wenn dafür eine ärztliche Verordnung vorgelegt wird.

Die Kosten im Gesundheitswesen steigen aber von Jahr zu Jahr, so dass auch Beihilfeberechtigte verschiedene Aufwendungen für ärztliche Behandlung oder Arznei- oder Hilfsmittel ganz oder zumindest zum Teil selbst tragen müssen. Das Beihilferecht bezieht sich hier in vielen Punkten auf die Regelungen zur Gesetzlichen Krankenversicherung im Fünften Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB V). Danach übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung nur wirtschaftliche und nach dem neusten Stand der medizinischen Forschung wirksame Maßnahmen. Dieser Grundsatz gilt inzwischen auch für die Beihilfe – die Beihilfefähigkeit von Aufwendungen erfährt damit Einschränkungen.

Diese Aufwendungen sind nicht beihilfefähig

Neben der grundsätzlichen Regelung haben Bund und Länder in ihren Beihilfevorschriften bestimmte Leistungen von vornherein ausgeschlossen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Besuch vorschulischer, schulischer Einrichtungen oder Werkstätten für Behinderte
  • Berufsfördernde, berufsvorbereitende, berufsbildende oder heilpädagogische Maßnahmen
  • Behandlungen als Folge von medizinisch nicht indizierten Maßnahmen, also Maßnahmen, die nicht aufgrund einer Erkrankung durchführt wurden und daher nicht zwangsläufig erforderlich waren (dies sind insbesondere ästhetische Operationen wie „Schönheits-Operationen“, beispielsweise Brustvergrößerungen oder Tätowierungen und Piercings)
  • Die persönliche Behandlung durch Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern oder Kinder des Behandelten (hier werden nur Sachkosten wie zum Beispiel Verbandmaterial übernommen)

 

Von Sparmaßnahmen sind darüber hinaus viele alltägliche Aufwendungen betroffen: Arznei- und Hilfsmittel, Brillen und Zahnarztleistungen. Je nach Bundesland sind die Dienstherren den Beihilfeberechtigten gegenüber mehr oder weniger großzügig. Nahezu alle Dienstherren schließen zum Beispiel nicht verschreibungspflichtige Medikamente wie Kopfschmerztabletten und Hustensaft von der Beihilfefähigkeit aus. Dagegen sind in anderen Fällen die Regelungen in den Ländern sehr unterschiedlich. So sind zum Beispiel in Schleswig-Holstein Brillen und Kontaktlinsen in gewissem Rahmen beihilfefähig. Dafür bekommen Beamte in anderen Bundesländern niedrigere Zuschüsse für Material- und Laborkosten bei Zahnersatz.

Nicht beihilfefähige Behandlungen und Untersuchungsmethoden

Darüber hinaus bringt der medizinische Fortschritt immer neue Methoden hervor, um Krankheiten zu behandeln. Viele davon mögen wirksam sein, sind aber noch nicht lange genug erprobt, als dass sie wissenschaftlich anerkannt wären. In den Anlagen zu den Beihilfeverordnungen von Bund und Ländern sind viele Methoden speziell aufgeführt, die Beihilfeberechtigten nicht erstattet werden.

 Tipp
Wenn Ihnen Ihr Arzt zu einer neuen oder ungewöhnlichen Therapie rät, dann wenden Sie sich vor der Behandlung an Ihre Beihilfestelle. Diese kann Ihnen Auskunft geben, ob Sie die Aufwendungen für diese Leistungen selbst tragen müssen oder ob diese beihilfefähig ist.

Wahlleistungen im Krankenhaus

MedikamenteEin Problemfall sind außerdem Wahlleistungen im Falle von stationären Behandlungen im Krankenhaus. Für viele Beamte gehört es zum Standard, sich vom Chefarzt behandeln zu lassen und dabei in einem ruhigeren Zweibettzimmer zu liegen. Auch dafür haben sie einen Anspruch auf Beihilfe. Allerdings ist dieses Privileg in vielen Bundesländern dem Rotstift zum Opfer gefallen. In welchen Ländern Wahlleistungen nicht beihilfefähig sind und worauf Sie achten müssen, erfahren Sie in den Texten über die Beihilfe in den Ländern.

Ergänzungstarife bei einigen privaten Krankenversicherungen

Abhängig von Ihrem persönlichen Beihilfebemessungssatz, der bei Beamtenanwärtern und Beamten auf Probe bei nur 50 Prozent liegt, müssen Sie die andere Hälfte Ihrer Gesundheitskosten selber tragen. Und das kann schnell ziemlich ins Geld gehen. Seit dem Jahr 2009 sind Beamte deshalb verpflichtet, ihrer Beihilfestelle bei der ersten Antragstellung eine Bescheinigung über eine private Krankenversicherung, die Restkostenversicherung, vorzulegen. Dabei gibt es unterschiedliche Modelle – ohne und mit Selbstbeteiligung. Beispielsweise bietet das Tarifkonzept COMFORTBeihilfe der Continentale Krankenversicherung a.G. ein intelligentes Selbstbeteiligungskonzept. Dadurch bleiben die Beiträge bezahlbar.

Informieren Sie sich jetzt über COMFORTBeihilfe. Speziell für Beamtenanwärter und Beamte auf Probe bietet diese Restkostenversicherung eine sichere Basis mit umfassenden ambulanten, zahnärztlichen und stationären Leistungen. Und mit den Ergänzungstarifen der Continentale sichern Sie ebenso Leistungen wie Chefarztbehandlung und Zweibett-Zimmer ab, auch wenn sie in Ihrem Bundesland von der Beihilfe nicht gezahlt werden.

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Letzte Aktualisierung: 16.11.2016


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