Vorsorge und Frühförderung

Diese Leistungen erstattet die Beihilfe für Berechtigte über 50 und für Kinder

Je früher Erkrankungen bei Kindern und über 50-Jährigen erkannt werden, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Heilung oder Verhinderung von Spätfolgen. Der medizinische Fortschritt hat gerade im Bereich der Vorsorge und Früherkennung sehr viele Möglichkeiten für die Patienten eröffnet.

Leider wird aber nicht alles, was in diesem Bereich möglich ist, auch durch die Beihilfe erstattet. Es muss sich in jedem Fall um eine ärztliche Maßnahme handeln.

Schwangerschaft und Geburt

Die Vorsorgeuntersuchungen während einer Schwangerschaft und nach der Geburt sind grundsätzlich in regelmäßigen Abständen beihilfefähig. Werdende Eltern haben den Anspruch auf eine Risikofeststellung, ob und in welchem Umfang genetische Erkrankungen in dieser Familie möglich und wahrscheinlich sind. Die Beihilfe erstattet Leistungen vor der Geburt mit einer einmaligen Pauschale von 900 Euro.

Kinder und Jugendliche

Vorsorge- und Früherkennung KinderBei Babys und Kindern bis 14 Jahren sind alle Vorsorgeuntersuchungen beihilfefähig, die eine Früherkennung von Krankheiten ermöglichen, die eine körperliche und geistige Behinderung des Kindes verursachen können. Wie oft und in welchem Umfang diese Untersuchungen vorgeschrieben sind, ist in besonderen Richtlinien für die Ärzte festgehalten. Auch alle erforderlichen Schutzimpfungen, wie Tetanus oder Keuchhusten, übernimmt die Beihilfe.

Erwachsene

Für Erwachsene ab 18 Jahren werden die Aufwendungen für die Früherkennung von Krebserkrankungen von der Beihilfe erstattet. Bei Frauen ab 30 Jahren einmal jährlich ein Mammographie-Screening. Alle zwei Jahre wird ab dem 35. Lebensjahr auch die Vorsorgeuntersuchung beim Hautarzt zur Früherkennung von Hautkrebs bezahlt.

Eine Genanalyse, mit der das Risiko einer möglichen Brust- oder Eierstockkrebserkrankung festgestellt werden soll, ist bei gesunden Frauen bis zu einem Betrag von 360 Euro beihilfefähig. Eine Genuntersuchung einer bereits an Brust- oder Eierstockkrebs Erkrankten, die unter anderem für die weitere Diagnose und Behandlung erforderlich ist, wird mit einem

Betrag bis zu 5.900 Euro erstattet.

Bei Männern ab 50 Jahren wird einmal jährlich eine Untersuchung der Prostata und des Darms zur Früherkennung übernommen. Ebenso wie bei Frauen wird auch hier ab 35 Jahren die Hautkrebsvorsorge erstattet.

Schutzimpfungen (ohne Altersbeschränkung) und Vorsorgeuntersuchungen ab dem 35. Lebensjahr zur Früherkennung von Herz-, Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes mellitus werden für Männer und Frauen gleichermaßen erstattet.

Zähne

Auch für die Vorsorge beim Zahnarzt gibt es Beihilfen. Bei Kindern werden zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr drei Untersuchungen in jährlichem Abstand bezahlt. Zwischen sechs und 18 Jahren sind alle Maßnahmen, die Zahn- oder Parodontose-Erkrankungen verhindern, sogar im halbjährlichen Abstand beihilfefähig.

Ab 18 Jahren sind diese Vorsorgeuntersuchungen dann einmal im Jahr erstattungsfähig. Auch eine professionelle Zahnreinigung gehört zu diesen jährlichen Vorsorgeleistungen.

Ergänzende Leistungen durch einige private Krankenversicherungen

Abhängig von Ihrem persönlichen Beihilfebemessungssatz, der bei Beamtenanwärtern und Beamten auf Probe bei nur 50 Prozent liegt, müssen Sie die andere Hälfte Ihrer Gesundheitskosten selber tragen. Und das kann schnell ziemlich ins Geld gehen. Seit dem Jahr 2009 sind Beamte deshalb verpflichtet, ihrer Beihilfestelle bei der ersten Antragstellung eine Bescheinigung über eine private Krankenversicherung, die Restkostenversicherung, vorzulegen. Dabei gibt es unterschiedliche Modelle – ohne und mit Selbstbeteiligung. Beispielsweise bietet das Tarifkonzept COMFORTBeihilfe der Continentale Krankenversicherung a.G. ein intelligentes Selbstbeteiligungskonzept. Dadurch bleiben die Beiträge bezahlbar.

Informieren Sie sich jetzt über COMFORTBeihilfe. Speziell für Beamtenanwärter und Beamte auf Probe bietet diese Restkostenversicherung eine sichere Basis mit umfassenden ambulanten, zahnärztlichen und stationären Leistungen. Vorsorgeuntersuchungen nach den gesetzlichen Programmen sind ohne Altersgrenzen und einschränkende Untersuchungsintervalle zu 100 Prozent abgedeckt.

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Letzte Aktualisierung: 16.11.2016


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