Das zahlt die Beihilfe bei der Geburt Ihres Kindes

Die Geburt eines Kindes ist ein besonderes Ereignis im Leben junger Eltern. Welche Aufwendungen die Beihilfe dabei übernimmt und wo es Probleme gibt, erfahren Sie hier.

Ganz gleich, ob Sie sich für eine Geburt im Kreißsaal, Geburtshaus oder zu Hause entscheiden, Sie werden sich bei diesem Ereignis von Fachleuten begleiten lassen. Ärzte, Hebammen und Entbindungspfleger sind wichtige Begleiter, die Ihnen die Sicherheit geben, dass es Ihnen und Ihrem Baby gut geht. Schon in der Schwangerschaft übernimmt die Beihilfe einige beihilfefähige Kosten. Auch bei der Geburt selbst unterstützt Sie Ihr Dienstherr finanziell.

Für beihilfeberechtigte Beamte im Bund und in allen Bundesländern sind die Kosten der ärztlichen Behandlung sowie einer Hebamme oder eines Entbindungspflegers immer beihilfefähig. Dabei ist es gleich, wo die Geburt stattfindet.

Kosten eines ambulanten Aufenthaltes im Geburtshaus sind meist nicht beihilfefähig

Findet die Geburt im Krankenhaus statt, bekommen Sie für die Kosten des stationären Aufenthaltes Beihilfe. Selbst für die Fahrt dorthin erhalten Sie einen Zuschuss.

Unterschiede machen Bund und Länder bei den Kosten des stationären Aufenthaltes in sogenannten Geburtshäusern. Manche Bundesländer haben die „von Hebammen geleiteten Einrichtungen der Geburtshilfe“, wie sie im Amtsdeutsch heißen, längst explizit in den Katalog der beihilfefähigen Leistungen ihrer Beihilfeverordnung aufgenommen. Die Beihilfeverordnungen von Baden-Württemberg und Hessen zum Beispiel schreiben das fest. In vielen anderen Bundesländern sind diese Kosten nicht beihilfefähig. Auch für beihilfeberechtigte Bundesbeamte sind diese Aufwendungen erst dann ersatzfähig, wenn die Spitzenverbände der Krankenkassen mit den Berufsverbänden der Hebammen und Entbindungspfleger und den Verbänden der von Hebammen und Entbindungspfleger geleiteten Einrichtungen auf Bundesebene einen bindenden Versorgungsvertrag geschlossen haben. Dann wird auch die Betriebskostenpauschale der Einrichtung bezuschusst.

 Tipp

Manche Bundesländer zahlen Pauschalbeihilfen für die Erstausstattung

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Bettchen, Kleidung, Kinderwagen – die Kosten für die Erstausstattung des Nachwuchses belasten den Geldbeutel junger Eltern ganz schön. Einige Bundesländer gewähren ihren Beamten daher einmalige Pauschalbeihilfen für die Erstausstattung ihres Nachwuchses. Im Saarland, in Hamburg und Bremen erhalten junge Eltern 128 Euro, Sachsen und Rheinland-Pfalz gewähren 150 Euro, Nordrhein-Westfalen macht ihnen ein Geburtstagsgeschenk von 170 Euro. Spitzreiter ist Baden-Württemberg mit 250 Euro pauschaler Beihilfe. In den anderen Bundesländern und im Bund sind diese Aufwendungen nicht beihilfefähig – die Eltern müssen sie aus eigener Tasche finanzieren.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Kosten für Ärzte, Hebammen und Entbindungspfleger sowie der stationäre Aufenthalt im Krankenhaus sind überall beihilfefähig.
  • Im Falle einer ambulanten oder häuslichen Geburt können Sie sich zwei Wochen lang von einer Haus- und Wochenpflegekraft versorgen lassen.
  • Die Kosten eines stationären Aufenthalts in einem Geburtshaus sind in den meisten Bundesländern nicht beihilfefähig.
  • In einigen Bundesländern gibt es zusätzliche Pauschalbeihilfen für die Erstausstattung.
Letzte Aktualisierung: 16.11.2016



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