Beihilfe in der Elternzeit: Diese Leistungen erstattet die Beihilfestelle

Die Auszeit fürs Kind wird von vielen Eltern gerne als Einstieg ins Familienleben angenommen. Allerdings stellt sich hier oft die Frage nach den finanziellen Auswirkungen der Beurlaubung.

Im Anschluss an den gesetzlichen Mutterschutz der nur den Müttern zusteht, können beide Elternteile die Elternzeit beantragen. Der Anspruch auf die Elternzeit, der im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz verankert ist, gilt auch für Beamte. Während der Elternzeit erhalten Sie jedoch keine Besoldung, sondern ausschließlich das Elterngeld, das aber nicht vom Dienstherrn ausgezahlt wird.

Umfang der Beihilfe

Die Bundesbeihilfeverordnung sieht aber vor, dass Beamte während der Elternzeit genauso beihilfeberechtigt sind wie während der aktiven Dienstzeit. Für die Beihilfeberechtigung beziehungsweise die Beihilfeerstattung während der Elternzeit wird der Beihilfebemessungssatz zugrunde gelegt, der am Tag vor dem Beginn der Elternzeit galt. Die Elternzeit soll sich weder negativ noch positiv auf die Höhe der Erstattungen durch die Beihilfe auswirken.

Der Umfang der Erstattungen, also die beihilfefähigen und die nichtbeihilfefähigen Aufwendungen, bleibt gleich. Hier gibt es während der Elternzeit keine Besonderheiten bezüglich des Beihilfeanspruchs.

Beihilfe in der ElternzeitZuschuss zur Krankenversicherung

Auch während der Elternzeit müssen die vollen Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung übernommen werden. Für Beamtinnen und Beamte der unteren und mittleren Besoldungsgruppen besteht aber die Möglichkeit, einen Zuschuss von bis zu 31 Euro pro Monat zu beantragen. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Beamte ergänzend zum Beihilfeanspruch privat oder freiwillig gesetzlich krankenversichert ist.

Wenn beide Elternteile gleichzeitig in Elternzeit sind, gibt es diesen Zuschuss nur für denjenigen, bei dem das Kind mit dem Familienzuschlag berücksichtigt ist.

Die Besoldungsgruppen bis A 8 und diejenigen, die Anwärterbezüge erhalten, können einen Antrag auf einen erhöhten Zuschuss stellen.

Keinen Zuschuss gibt es für alle, deren Bezüge vor der Elternzeit die Versicherungspflichtgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung übersteigen. Diese Grenze gilt für ein monatliches Einkommen von mehr als 4.575 Euro (Stand 1. Januar 2015).

Den Zuschuss gibt es ebenso nicht für private Zusatzversicherungen wie zum Beispiel eine zusätzliche Versicherung für Zahnersatz oder Brillen/Kontaktlinsen.

Letzte Aktualisierung: 16.11.2016



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