Beihilfe rund um die Geburt

Beihilfe rund um die Geburt

Was Eltern und Kind erstattet wird

Während der Schwangerschaft und bei der Geburt fallen besondere Aufwendungen an: Überwachung, Geburtsvorbereitungskurs und die ganze Erstausstattung für den Säugling gehen ganz schön ins Geld. Wofür Sie als Beamter Beihilfe bekommen, erfahren Sie in diesem Text.

Was genau Ihr Dienstherr übernimmt, hängt wie immer davon ab, ob Sie Beamter des Bundes sind oder eines Landes. In diesem Beitrag wollen wir Ihnen zunächst einen kurzen Überblick über die entsprechenden Bestimmungen im Beihilferecht geben. Welche Ausnahmen für Sie speziell bestehen, können Sie in den drei Spezialbeiträgen Schwangerschaft, Geburt und Elternzeit in dieser Rubrik lesen.

Diese Leistungen gewährt die Beihilfe während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft zahlt die Beihilfe Beihilfeberechtigten ganz normal ihren Anteil für ambulante ärztliche Behandlungen. Zusätzlich will aber der fürsorgepflichtige Dienstherr, dass Risikoschwangerschaften und Risikogeburten erkannt, Gefahren für Mutter und Kind vorgebeugt sowie eventuelle Gesundheitsstörungen rechtzeitig behandelt werden. Deshalb unterstützt die Beihilfe in dieser besonderen Phase noch mehr: Schwangerschaftsüberwachung und die Leistungen einer Hebamme sind ausdrücklich beihilfefähig. Dazu gehört auch ein AIDS-Test während der Schwangerschaft, Geburtsvorbereitungskurs und Schwangerschaftsgymnastik.

Das zahlt die Beihilfe bei der Geburt Ihres Kindes

Die Aufwendungen der Geburt sind laut Beihilfeverordnung ebenfalls beihilfefähig. Dazu gehört übrigens nicht nur die Entbindung im Krankenhaus. Für Geburten zu Hause oder in von Hebammen geleiteten Einrichtungen wie Geburtshäusern gewähren die Beihilfevorschriften des Bundes ebenfalls finanzielle Unterstützung. Entscheiden Sie sich für eine Hausgeburt oder eine ambulante Geburt, können Sie außerdem zwei Wochen lang auf die Pflege einer Haus- und Wochenpflegekraft bauen.

Normalerweise bekommen Beamte für ihre unverheirateten Partnerinnen keine Beihilfe. Für die Aufwendungen der Geburt aber ist das in der Beihilfeverordnung vieler Bundesländer anders geregelt: In diesem speziellen Fall gilt auch die Mutter eines unehelichen Kindes als berücksichtigungsfähige Angehörige.

Bettchen, Kleidung, Kinderwagen – die Aufwendungen für die Erstausstattung des Nachwuchses belastet den Geldbeutel junger Eltern ganz schön. Deshalb erhalten Beihilfeberechtigte in einigen Ländern zur Geburt eine einmalige Pauschale. Die Spanne reicht von 128 Euro bis zu 250 Euro in Baden-Württemberg. Im Bund und in den meisten Bundesländern müssen die Eltern diese Aufwendungen aus eigener Tasche finanzieren. Welche Bundesländer Ihnen ein Geburtstagsgeschenk machen und wo andere wichtige Ausnahmen bestehen, lesen Sie im Beitrag über die Geburt.

Diese Beihilfe bekommen Sie während der Elternzeit

Leistungen während der SchwangerschaftWährend der Elternzeit bekommen Beamte weiter Beihilfe. Das ist nicht selbstverständlich, denn die Beihilfe hängt an den Bezügen eines Beamten, die in dieser Zeit gerade nicht gezahlt werden. Was Sie in dieser Phase besonders beachten müssen, lesen Sie im Beitrag über die Elternzeit.

Ergänzende Leistungen durch einige privaten Krankenversicherungen

Abhängig von Ihrem persönlichen Beihilfebemessungssatz, der bei Beamtenanwärtern und Beamten auf Probe bei nur 50 Prozent liegt, müssen Sie die andere Hälfte Ihrer Gesundheitskosten selber tragen. Und das kann schnell ziemlich ins Geld gehen. Seit dem Jahr 2009 sind Beamte deshalb verpflichtet, ihrer Beihilfestelle bei der ersten Antragstellung eine Bescheinigung über eine private Krankenversicherung, die Restkostenversicherung, vorzulegen. Dabei gibt es unterschiedliche Modelle – ohne und mit Selbstbeteiligung. Beispielsweise bietet das Tarifkonzept COMFORTBeihilfe der Continentale Krankenversicherung a.G. ein intelligentes Selbstbeteiligungskonzept. Dadurch bleiben die Beiträge bezahlbar.

Informieren Sie sich jetzt über COMFORTBeihilfe. Speziell für Beamtenanwärter und Beamte auf Probe bietet diese Restkostenversicherung eine sichere Basis mit umfassenden ambulanten, zahnärztlichen und stationären Leistungen. Selbstverständlich deckt dieser Tarif auch Leistungen von Hebammen beziehungsweise Entbindungspflegern nach der Hebammen-Gebührenordnung zu 100 Prozent ab.

Berechnen Sie jetzt mit unserem Beihilferechner Ihren Bemessungssatz und den Beitrag Ihrer Restkostenversicherung im Continentale Versicherungsverbund.

Das Wichtigste kurz zusammengefasst:

  • Beamte erhalten Beihilfe für die Überwachung der Schwangerschaft.
  • Geburtsvorbereitungskurse sind beihilfefähig.
  • Kosten für Hebamme oder Entbindungspfleger und die von ihnen geleiteten Einrichtungen (beispielsweise Geburtshäuser) sind beihilfefähige Aufwendungen.
  • In einigen Bundesländern gibt es Pauschalbeihilfen für die Erstausstattung.
  • Mütter unehelicher Kinder sind Ehefrauen für die Kosten der Geburt meistens gleichgestellt.
Letzte Aktualisierung: 16.11.2016


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