Kuren

Beihilfe für Kur und Rehabilitation

Für Rehabilitation und Heilkuren gibt es heute Beihilfe nur noch unter engen Voraussetzungen. Beihilferatgeber.de erklärt die Unterschiede zwischen den verschiedenen Begriffen und Regelungen im Beihilferecht.

Kuren, Sanatoriumsbehandlung, Anschlussheilbehandlung, Müttergenesungskuren, ambulante und stationäre Rehamaßnahmen: Die Liste der Namen für diese Art medizinischer Behandlungen ist lang und die Unsicherheit groß, welche davon tatsächlich noch beihilfefähig sind und für welche die Beihilfefähigkeit der Aufwendungen nicht mehr gegeben ist. Um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken, haben die Dienstherren in Bund und Ländern hier die Leistungen für Beihilfeberechtigte kräftig zusammengestrichen. Die Folge: unterschiedliche Beihilfevorschriften allerorten und dazu noch verschiedene Namen für die gleichen Leistungen. Beihilferatgeber.de bringt Ordnung in das Durcheinander der vielen Begriffe und Beihilfevorschriften.

Sanatorium, Reha, Kur – das steckt hinter den Begriffen

Für Bundesbeamte heißen Sanatoriumsaufenthalte heute zeitgemäß stationäre Rehabilitationsmaßnahmen, und die guten alten Kuren, für die Unterkunft und Verpflegung nur noch eingeschränkt übernommen werden, nennt man ambulante Rehamaßnahmen in anerkannten Kurorten. Manche Bundesländer wie zum Beispiel Nordrhein-Westfalen sind bei den alten Begriffen geblieben. Welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, damit Sie Beihilfe bekommen, und wofür Sie Ihr Dienstherr neben den medizinischen Behandlungen außerdem unterstützt, erfahren Sie im Beitrag über medizinische Rehabilitation.

Eine Sonderfall sind die Mutter-Kind- beziehungsweise Vater-Kind-Kuren, die landläufig auch Müttergenesungskuren genannt werden. Unter welchen Voraussetzungen die Beihilfestelle solche Kuren unterstützt, erfahren Sie ebenfalls in unserem Beitrag über medizinische Rehabilitationsmaßnahmen.

KurenAnschlussheilbehandlung gibt es nur nach schweren Krankheiten

Wichtig ist es für Sie auch, den Unterschied zur Anschlussheilbehandlung zu kennen. Diese Art der Reha kann sich nur unmittelbar an eine Behandlung im Krankenhaus anschließen. Mehr als zwei, drei Wochen dürfen, je nach Dienstherrn, nicht zwischen Aufenthalt im Akutkrankenhaus und der Anschlussheilbehandlung liegen. Wichtig außerdem: Es muss sich um eine wirklich schwerwiegende Erkrankung gehandelt haben. Was sonst noch wichtig ist zum Thema Beihilfe für Anschlussheilbehandlungen, erfahren Sie in unserem speziellen Beitrag.

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Sanatoriumsaufenthalt heißt heute zeitgemäß stationäre Rehabilitationsmaßnahme.
  • Eine Heilkur ist eine ambulante Rehamaßnahme in einem anerkannten Kurort.
  • Eine Sonderform sind die Mutter-Kind- beziehungsweise Vater-Kind-Kuren.
  • Reha und Kur gibt es nur noch unter engen Voraussetzungen.
  • Anschlussheilbehandlungen sind Rehamaßnahmen, die sich direkt an eine Krankenhausbehandlung wegen einer schweren Erkrankung anschließen.
 
Letzte Aktualisierung: 16.11.2016


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In unseren Glossartexten erläutern wir für Sie ein paar Grundbegriffe rund um unser Gesundheitssystem und FachBeihilfebegriffe, die immer wieder in unseren Texten auftauchen. Beihilferatgeber-Glossar