Sehhilfen

Brillen zählen zu den medizinischen Hilfsmitteln und sind deshalb grundsätzlich beihilfefähig, wenn sie von einem Arzt verschrieben werden. Um die Kosten im Gesundheitswesen zu reduzieren, haben aber viele Dienstherren in Bund und Ländern die Leistungen für Sehhilfen auf ein Minimum begrenzt oder sogar komplett gestrichen.

Für Bundesbeamte sind Brillen und Kontaktlinsen nur noch für Kinder unter 18 Jahren beihilfefähig. Erwachsene bekommen den Zuschuss nur ausnahmsweise, wenn es sich um eine besonders schwere Sehbeeinträchtigung handelt, die mit einer Brille nicht mehr völlig ausgeglichen werden kann. In jedem Fall ist die Beihilfe auf Höchstbeträge beschränkt. Besonderen Komfort wie zum Beispiel die Entspiegelung der Brillengläser übernimmt die Beihilfe nicht. Dieselben Regeln gelten für Beamte in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, im Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

In Sachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen gibt es einen Zuschuss von der Beihilfe für Brillengläser, aber nicht für Gestelle. Der Zuschuss ist jedoch gedeckelt und fällt je nach dem Dienstherrn unterschiedlich aus.

Etwas besser gestellt sind Beamte der Länder Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Sie erhalten zusätzlich einen kleinen Zuschuss für neue Brillengestelle.