Die Kostendämpfungspauschale in der Beihilfe – eine Definition

Bei der Kostendämpfungspauschale handelt es sich um einen pauschal festgelegten Eigenanteil, den der Beihilfeberechtigte für sich und seine beihilfeberechtigten Angehörigen selbst zu tragen hat.

Die Kostendämpfungspauschale ist je nach Beihilfeverordnung individuell geregelt:

Beihilfeverordnung

Kostendämpfungspauschale

Bund Keine

Baden-Württemberg

  • 90 - 480 Euro pro Kalenderjahr, abhängig von der Besoldungsgruppe für aktive Beamte, geringere Beträge in Abhängigkeit von abweichendem Status möglich
  • nicht für Geburtspauschale, Aufwendungen bei dauernder Pflegebedürftigkeit, Ersatzkrankenhaustagegeld bei Nicht-Inanspruchnahme von stationären Wahlleistungen
  • nicht für Waisen
  • maßgeblich für die Zuordnung zum Kalenderjahr ist das Rechnungsdatum

Bayern

Keine

Berlin

  • 50 - 770 Euro pro Kalenderjahr, abhängig von den Besoldungsgruppen der aktiven Beamten, geringere Beträge in Abhängigkeit von abweichendem Status möglich
  • nicht für Vorsorgeuntersuchungen, Aufwendungen bei dauernder Pflegebedürftigkeit
  • nicht für Beamte auf Widerruf, Beamte in Elternzeit, Waisen, GKV-versicherte Beihilfeberechtigte, Versorgungsempfänger mit Mindestruhegehalt
  • Kürzung um 35 Euro für jedes berücksichtigungsfähige Kind
  • maßgeblich für die Zuordnung zum Kalenderjahr ist das Datum der Stellung des Beihilfeantrags

Brandenburg

Keine

Bremen

  • 100 - 150 Euro pro Kalenderjahr, abhängig vom Beihilfebemessungssatz
  • nicht für Aufwendungen bei dauernder Pflegebedürftigkeit, Geburtspauschale
  • nicht für GKV-versicherte Beihilfeberechtigte
  • maßgeblich für die Zuordnung zum Kalenderjahr ist das Datum der Stellung des Beihilfeantrags

Hamburg

  • 25 - 500 Euro pro Kalenderjahr, abhängig von den Besoldungsgruppen für aktive Beamte, geringere Beträge in Abhängigkeit von abweichendem Status möglich
  • nicht für Aufwendungen bei dauernder Pflegebedürftigkeit und Palliativversorgung
  • nicht für Waisen, Beamte auf Widerruf, GKV-versicherte Beihilfeberechtigte
  • Kürzung um 25 Euro für jedes berücksichtigungsfähige Kind
  • maßgeblich für die Zuordnung zum Kalenderjahr ist das Rechnungsdatum

Hessen

Keine

Mecklenburg-Vorpommern

Keine

Niedersachsen

Keine

Nordrhein-Westfalen

  • 150 - 750 Euro pro Kalenderjahr, abhängig von der Besoldungsgruppe für aktive Beamte, geringere Beträge in Abhängigkeit von abweichendem Status möglich
  • nicht für Vorsorgeuntersuchungen, Aufwendungen bei dauernder Pflegebedürftigkeit
  • nicht für Waisen, Beamte auf Widerruf, GKV-versicherte Beihilfeberechtigte
  • Kürzung um 60 Euro für jedes berücksichtigungsfähige Kind
  • maßgeblich für die Zuordnung zum Kalenderjahr ist das Behandlungsdatum

Rheinland-Pfalz

  • 100 - 750 Euro pro Kalenderjahr, abhängig von der Besoldungsgruppe für aktive Beamte, geringere Beträge in Abhängigkeit von abweichendem Status möglich
  • nicht für Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und zur Früherkennung von Krankheiten, Impfungen, Schwangerschaftsüberwachung, ärztlich verordnete Schwangerschaftsgymnastik, im Zusammenhang mit der Schwangerschaft verordnete Arzneimittel, Verbandmittel etc., Geburtspauschale, Aufwendungen bei dauernder Pflegebedürftigkeit
  • nicht bei Übergang des Schadensersatzanspruchs auf den Dienstherrn
  • nicht für Empfänger von Anwärterbezügen, Witwen und Witwer im Jahr des Todesfalls, Waisen, GKV-versicherte Beihilfeberechtigte
  • Kürzung um 40 Euro für jedes berücksichtigungsfähige Kind
  • maßgeblich für die Zuordnung zum Kalenderjahr ist das Rechnungsdatum

Saarland

  • 100 - 750 Euro pro Kalenderjahr, abhängig von der Besoldungsgruppe für aktive Beamte, geringere Beträge in Abhängigkeit von abweichendem Status möglich
  • nicht für Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und zur Früherkennung von Krankheiten, Schwangerschafts-überwachung, ärztlich verordnete Schwangerschaftsgymnastik, im Zusammenhang mit der Schwangerschaft verordnete Arzneimittel, Verbandmittel etc., Aufwendungen bei dauernder Pflegebedürftigkeit
  • nicht für Empfänger von Anwärterbezügen, Witwen und Witwer im Jahr des Todesfalls, Waisen, GKV-versicherte Beihilfeberechtigte
  • Kürzung um 40 Euro für jedes berücksichtigungsfähige Kind
  • maßgeblich für die Zuordnung zum Kalenderjahr ist das Datum der Stellung des Beihilfeantrags

Sachsen

  • 80 Euro pro Kalenderjahr
  • nicht für Maßnahmen im Rahmen der Schwangerschaftsüberwachung, Leistungen bei und nach Entbindung, Früherkennungsuntersuchungen und Vorsorgemaßnahmen, Aufwendungen bei dauernder Pflegebedürftigkeit, Aufwendungen eines Organ- oder Gewebespenders, Geburtspauschale
  • nicht für Beihilfeberechtigte in Elternzeit und deren berücksichtigungsfähige Angehörige, Waisen, GKV-versicherte Beihilfeberechtigte
  • maßgeblich für die Zuordnung zum Kalenderjahr ist das Behandlungsdatum

Sachsen-Anhalt

  • 80 - 560 Euro pro Kalenderjahr, abhängig von den Besoldungsgruppen der aktiven Beamten, geringere Beträge in Abhängigkeit von abweichendem Status möglich
  • nicht für Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und zur Früherkennung von Krankheiten, Aufwendungen bei dauernder Pflegebedürftigkeit
  • Beamte in Elternzeit, Waisen, GKV-versicherte Beihilfeberechtigte, Hinterbliebene im Jahr des Todesfalls, Versorgungsempfänger mit Mindestruhegehalt
  • Kürzung um 25 Euro für jedes berücksichtigungsfähige Kind
  • maßgeblich für die Zuordnung zum Kalenderjahr ist das Behandlungsdatum

Schleswig-Holstein

  • 20 - 560 Euro pro Kalenderjahr, abhängig von den Besoldungsgruppen der aktiven Beamten, geringere Beträge in Abhängigkeit von abweichendem Status möglich
  • nicht für Vorsorgeuntersuchungen, Aufwendungen bei dauernder Pflegebedürftigkeit, Aufwendungen durch Schädigung Dritter
  • nicht für Anwärter, Elternzeit ohne Besoldung, Alleinerziehende in Beurlaubung ohne Besoldung zur Kinderbetreuung
  • Kürzung um 25 Euro für jedes berücksichtigungsfähige Kind
  • maßgeblich für die Zuordnung zum Kalenderjahr ist das Behandlungsdatum
Thüringen Keine