Höchstsatz und Honorarvereinbarungen

Ärztliche Leistungen werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet. Dahinter verbirgt sich ein Katalog mit allen medizinischen Dienstleistungen, die ein Arzt zu erbringen hat.

Für jede Dienstleistung ist dort nach einem Punktesystem ein Gegenwert in Euro wiedergegeben, der mit einem Faktor multipliziert und dann in Rechnung gestellt wird.

Dieser Faktor liegt üblicherweise zwischen 1,0 und 2,3 (sogenannte Regelhöchstsätze). In Ausnahmefällen kann sich der Faktor auch auf 3,5 belaufen. Bei dem Faktor 3,5 handelt sich um den sogenannten Höchstsatz.

Darüber hinaus gibt es Ärzte, die oberhalb des Höchstsatzes abrechnen. Hierbei handelt es sich um Spezialisten, die aufgrund einer Honorarvereinbarung tätig werden.

Maßgeblich für den Berechnungsmaßstab sind die Schwierigkeit und der Zeitaufwand der einzelnen Leistung sowie die Umstände bei der Ausführung der Leistung.

Die Beihilfestellen erkennen die Gebührensätze i. d. R. bis zu den Regelhöchstsätzen an, mit ausführlicher, individueller Begründung höchstens bis zum Höchstsatz. Honorarvereinbarungen sind von der Beihilfefähigkeit ausgeschlossen.