Festbetragsregelung für Arzneimittel

Der Festbetrag eines Arzneimittels ist der maximale Betrag, den die gesetzlichen Krankenkassen für dieses Arzneimittel bezahlen. Ist sein Verkaufspreis höher als der Festbetrag, tragen Patienten in der Regel die Differenz zum Festbetrag entweder selbst oder erhalten ein anderes, therapeutisch gleichwertiges Arzneimittel ohne Aufzahlung.

Festbeträge gibt es nur für Arzneimittel, die in gleicher oder ähnlicher Qualität wie die teureren Arzneimittel erhältlich sind. Das sind vor allem die so genannten Generika. So bezeichnet man preisgünstigere Arzneien mit erprobten Wirkstoffen, deren Patentschutz abgelaufen ist. Ein Festbetrag wird außerdem erst festgesetzt, wenn es genug Hersteller gibt, die das Arzneimittel zu dem günstigeren Preis anbieten. Steht ein Medikament noch unter Patentschutz und ist es medizinisch nachweislich besser als andere Medikamente, gibt es dafür keinen Festbetrag.

Das Festbetragssystem wurde eingeführt, um den Preiswettbewerb zu erhöhen und dadurch dem expansiven Anstieg der Arzneimittelausgaben zu begrenzen.

Die Regelung der gesetzlichen Krankenversicherungen zu den Festkostenbeträgen ist sowohl im Bundesbeihilferecht als auch in den Beihilfeverordnungen der Bundesländer übernommen worden.

Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) stellt die aktuelle Festbetragsliste und Vorversionen kostenfrei zum Download zur Verfügung.