Wie Beamtenanwärter ordentliche Beamte auf Lebenszeit werden

Beamtenanwärter sind zunächst immer Beamte auf Widerruf

Beamte auf Widerruf bezeichnet junge Arbeitnehmer, die sich in der Ausbildung zum einfachen, mittleren, gehobenen oder höheren Dienst befinden. Die Dienstbezeichnung während dieses sogenannten Vorbereitungsdienstes ist Beamtenanwärter. Im höheren Dienst führen sie die Bezeichnung Referendar. Das Beamtenverhältnis auf Widerruf ist jederzeit durch den Dienstherrn widerrufbar und endet mit dem Bestehen oder dem endgültigen Nichtbestehen der Laufbahnprüfung.

Beamter auf Probe

Zum Beamten auf Probe wird ernannt, wer zu einem späteren Zeitpunkt Beamter auf Lebenszeit werden soll und seinen Vorbereitungsdienst erfolgreich abgeschlossen hat. Oder ein Angestellter der öffentlichen Verwaltung rückt auf eine leitende Position, soll in das Beamtenverhältnis übernommen werden und war vorher noch nicht Beamter.

Die regelmäßige Probezeit dauert in Abhängigkeit von der Laufbahn ein bis drei Jahre. Eine Verkürzung oder eine Verlängerung bis maximal fünf Jahre sind möglich. Bei Bewährung in der Probezeit erfolgt im Anschluss die Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit.

Beamter auf Zeit

Ein Beamtenverhältnis auf Zeit darf nur dann begründet werden, wenn Beamte für eine bestimmte Dauer für eine bestimmte Aufgabe eingesetzt werden sollen. Kommunale Wahlbeamte wie Landräte und Oberbürgermeister sind so in der Regel Beamte auf Zeit.

Beamter auf Lebenszeit

Dieser Status wird verliehen, wenn ein Beamtenanwärter oder ein Beamter auf Widerruf die Probezeit erfolgreich beendet. Der Beamte auf Lebenszeit ist im Prinzip unkündbar und erhält für den Rest seiner Laufbahn Leistungen der Beihilfe – mit folgenden Ausnahmen:

  • Entlassung durch Verwaltungsakt, bei Verlust der Staatsangehörigkeit, bei Unvereinbarkeit mit dem Beamtenstatus oder auf eigenen Antrag des Beamten
  • Verlust der Beamtenrechte beispielsweise bei rechtskräftiger Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe ab zwölf Monaten
  • Entfernung aus dem Dienst wegen einer schwerwiegenden Verfehlung, die mit einem Disziplinarverfahren geahndet wurde

Ernennung zum Beamten

Die Ernennung des Beamten ist nur förmlich in den gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren und Formvorschriften durch Verwaltungsakt möglich. Mit der Ernennungsurkunde wird dem Beamten das Amt mit entsprechendem Grundgehalt verliehen. Die Ernennungsurkunde muss ausdrücklich die Art des Beamtenverhältnisses enthalten.