Anzeigepflicht

Bis zur Abgabe der Vertragserklärung ist der Versicherungsnehmer verpflichtet, die ihm bekannten Gefahrumstände dem Versicherer anzuzeigen, welche für dessen Entschluss ausschlaggebend sind, den Vertrag mit dem vereinbarten Inhalt schließen zu wollen.

Beispiel: Für den Abschluss einer Krankenvollversicherung wird der Versicherer zur Risikoeinschätzung wissen wollen, ob der Versicherungsnehmer Sehhilfen (z. B. Brille oder Kontaktlinsen) benötigt.

Die Antragsfragen muss der Versicherer in Textform vorlegen. Es ist nicht ausreichend, wenn die Fragen nur mündlich erörtert und durch den Vertreter in einen Computer eingegeben werden. Der Versicherungsnehmer muss seine Angaben selbstständig überprüfen können. Die Daten müssen daher vollständig ausgedruckt werden.

Der Versicherungsnehmer genügt dann seiner Anzeigepflicht, wenn er die in Textform gestellten Fragen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet.

Hat ein Versicherungsnehmer einen gefahrerheblichen Umstand nicht oder falsch angezeigt, können sich für den Versicherer Rücktritts-, Anfechtungs-, Kündigungs- oder Vertragsanpassungsmöglichkeiten ergeben.