Antrag auf Beihilfe

Beihilfen werden nur auf schriftlichen Antrag des Beihilfeberechtigten bei seiner zuständigen Beihilfestelle gewährt. Dazu sind bestimmte Antragsformulare aus Gründen der Rechtssicherheit und Vollständigkeit zu verwenden. Diese sind beim Dienstherrn bzw. der Beihilfestelle erhältlich oder als Download abrufbar.

Beim Erstantrag sind umfassendere Angaben (Versicherungsverhältnisse, Berücksichtigung von Kindern etc.) bzw. entsprechende Nachweise erforderlich.

Dem Beihilfeantrag müssen außerdem die Belege für die entstandenen Aufwendungen (z. B. Arztrechnungen, Rezepte) beigefügt werden. Lesbare Kopien reichen i. d. R. aus. Rechnungen von Ärzten und Zahnärzten müssen die folgenden Angaben enthalten:

  • Diagnose
  • Angaben zum behandelten Patienten
  • Datum der Leistungserbringung
  • Ziffern der GOÄ, GOZ, GebüH

Bestimmte Behandlungsmethoden sind vor Behandlungsbeginn zu beantragen (z. B. Reha-Maßnahmen, psychotherapeutische Behandlungen). Bei Zahnersatzmaßnahmen ist in der Regel die Vorlage eines Heil- und Kostenplans erforderlich und in jedem Fall zu empfehlen.

Die Beihilfe wird erst in vollem Umfang gewährt, wenn die beantragten Leistungen den Betrag von in der Regel 200 EUR überschreiten. In Einzelfällen wird eine Ausnahme von dieser Bagatellgrenze zugelassen.

Die Rechnungen muss der Beihilfeberechtigte innerhalb eines Jahres einreichen, damit sein Beihilfeanspruch nicht verfällt. Fristbeginn ist in der Regel der Tag der Rechnungsstellung. Bei Versäumen der Frist ohne Verschulden kann der Antragsteller eine Verlängerung der Frist innerhalb von zwei Wochen nach dem Wegfall des Hinderungsgrundes beantragen.