Amtsarzt: Wann wird er von der Beihilfestelle einbezogen und beauftragt

Amtsärztliche Gutachten werden für den Dienstherrn zu den verschiedensten Fragestellungen erstellt. Darunter fällt beispielsweise die gesundheitliche Eignung für die Begründung des Beamtenverhältnisses. Ebenso ist ein Amtsarzt involviert bei der Lebenszeit-Verbeamtung und der Frage, ob Dienst-, Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit vorliegt. Darüber hinaus wird der Amtsarzt einbezogen für die Beurteilung eventueller Dienstunfallfolgen. Des Weiteren muss ein Amtsarzt die Prüfungsfähigkeit attestieren, wenn in einer Prüfungsordnung das amtsärztliche Zeugnis im Krankheitsfall rechtlich vorgeschrieben ist.

Auch bei bestimmten – und häufig teuren – Behandlungsformen wird von den Beihilfestellen ein Amtsarzt zurate gezogen, wobei es Abweichungen in den einzelnen Bundesländern gibt:

  • Stationäre Rehabilitationsmaßnahmen
  • Müttergenesungskuren und Mutter/Vater-Kind-Kuren
  • Familienorientierte Rehabilitation
  • Ambulante Kurmaßnahmen (Heilkuren)
  • Ambulante Rehabilitationsmaßnahmen
  • Psychotherapie

Bei einer Implantatversorgung ist ein Amtsarzt zwar nicht zu konsultieren; Implantate sind in der Regel aber nur beihilfefähig, wenn die Beihilfefähigkeit vor Beginn der Maßnahme von der Beihilfestelle anerkannt wurde. Die vorherige Anerkennung ist jedoch häufig auch erforderlich bei einigen Hilfsmitteln, wenn die Aufwendungen mehr als 1.000 Euro betragen, sowie bei geplanten Auslandsbehandlungen.