Finanzbeamte der Länder: Krisensichere Karrieremöglichkeiten

Die Finanzämter der Länder sind attraktive Arbeitgeber. Sie bieten Dienstlaufbahnen im mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Bereits im Vorbereitungsdienst zahlt der Staat Ihnen Dienstbezüge und Beihilfe. Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen zu den Einstiegsmöglichkeiten, zur Beihilfe und warum Sie auch noch eine Restkostenversicherung brauchen.

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Von den rund 1,9 Millionen Beamten in Deutschland arbeiteten 2013 rund 153.000 in der Finanzverwaltung. Der Großteil davon wird in den Finanzbehörden der Bundesländer beschäftigt. Diese bieten spannende Einsatzgebiete im mittleren, gehobenen und höheren Dienst.

Mittlerer Dienst

Voraussetzung für eine duale Ausbildung zum Finanzwirt ist die mittlere Reife oder in manchen Bundesländern auch noch der qualifizierte Hauptschulabschluss. Den berufspraktischen Teil absolvieren die Beamtenanwärter in einem Finanzamt, den theoretischen Teil an den Landesfinanzschulen der Bundesländer.

Die Ausbildung im Vorbereitungsdienst dauert zwei Jahre und endet mit einer Laufbahnprüfung als Steuersekretär. Danach stehen zahlreiche Einsatzgebiete in den Finanzämtern bis hin in einem Finanzministerium offen. In der Regel bearbeiten Sie Lohn-, Einkommen- und Umsatzsteuererklärungen. Die Besoldungsgruppen beginnen bei A5 und reichen bis A9.

Gehobener Dienst

Der Einstieg in die gehobene Dienstlaufbahn setzt mindestens eine Fachhochschulreife voraus. Der theoretische Ausbildungsteil findet an einer Fachhochschule für Finanzen oder einer Verwaltungsfachhochschule statt. Das Studium dauert je nach Bundesland zwischen 21 Monaten und zwei Jahren. Der berufspraktische Teil des Vorbereitungsdiensts erfolgt in einem Finanzamt.

Neben Steuersachbearbeitung übernehmen Finanzbeamte im gehobenen Dienst eigene Arbeitsgebiete. Sie werden in der Vollstreckung von Steuerentscheiden sowie bei der Steuerfahndung eingesetzt. Die Karriere geht hinauf bis zum Sachgebietsleiter. Die Besoldungsgruppen reichen von A9 bis in die Stufe A13.

Höherer Dienst

Der höhere Dienst in den Finanzämtern ist Hochschulabsolventen vorbehalten, die einen Studiengang in Rechts-, Verwaltungs- oder Finanzwissenschaft, Betriebs- oder Sozialwirtschaft mit dem Master, einem Diplom oder dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen haben. Der Vorbereitungsdienst dauert dann ein Jahr und endet mit der Übernahme in das Verhältnis eines Beamten auf Probe.

Der höhere Dienst übernimmt üblicherweise Leitungsaufgaben in Finanzämtern. Je nach individueller Befähigung sind auch Tätigkeiten auf höherer Ebene im Finanzministerium möglich. Die Besoldung startet mit A13 und kann je nach Karriere bis zur höchsten Beamtenbesoldungsstufe B11 reichen.

Finanzbeamte erhalten Beihilfe und sollten eine (private) Krankenversicherung abschließen

Die Verwaltungsbeamten in den Finanzämtern der Länder beziehen ab Beginn ihres Vorbereitungsdienstes bereits Dienstbezüge. Die Beihilfe ist ein Teil der Gesamtvergütung. Damit übernimmt der Dienstherr einen Teil der Krankheitskosten. Die Restkosten sollten Sie bei einer privaten Krankenversicherung (PKV) für angehende Verwaltungsbeamte versichern. Denn eine echte Restkostenversicherung bietet nur die PKV.

Letzte Aktualisierung: 15.01.2016




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