Bewerbungsverfahren und Bewerbungsfrist bei der Polizei

Die Polizei in Bund und Ländern sucht dringend Bewerber. Wenn Sie eine Karriere bei der Polizei beginnen wollen, müssen Sie zunächst die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, die Bewerbungsfristen einhalten und ein aufwändiges Auswahlverfahren bestehen. Hier erfahren Sie die wichtigsten Fakten rund um den Einstieg in den Polizeiberuf.

Was kostet Ihre Krankenversicherung?
Hier erfahren Sie:
  • Was die Beihilfe für Sie und Ihre Angehörigen zahlt
  • Was Sie mit einer Restkostenversicherung absichern müssen
  • Was eine Restkostenversicherung der Continentale kostet

Die Polizei in Bund und Ländern stellt Bewerber im gehobenen Dienst ein – für die Laufbahngruppen im Polizeivollzugsdienst und bei der Kriminalpolizei. Dafür ist die Grundvoraussetzung eine Fachhochschulreife oder eine Meisterprüfung.

Im mittleren Dienst der Schutz- und Wachpolizei müssen Kandidaten einen Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung vorweisen. Ein fester Notendurchschnitt ist nicht bekannt; in der Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik sollten Sie mindestens eine 3 im letzten Schulzeugnis haben.

Die Einstellungsvoraussetzungen für die Polizei sind überall ähnlich

  • Ärztliche Bescheinigung über die Polizeidiensttauglichkeit
  • Mindestkörpergröße von 1,60 bis 1,63 Meter für Frauen, 1,60 bis 168 Meter bei Männern
  • Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse
  • Polizeiliches Führungszeugnis (keine Vorstrafen, kein laufendes Strafverfahren)
  • Führerschein Klasse B
  • Jederzeitiges Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung
  • Höchstalter variiert je nach Bundesland zwischen 24 und 34 Jahren

Diese Voraussetzungen gelten auch für Bewerber mit einer anderen EU-Staatsbürgerschaft und sehr guten Deutschkenntnissen. Auch Nicht-EU-Bürger haben in einigen Bundesländern eine Chance, wenn sie eine gültige Niederlassungserlaubnis haben und seit mindestens fünf Jahren in Deutschland leben.

Praktisch alle Polizeibehörden bieten eine Einstellungsberatung an. Wenn Sie alle Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, werden Sie zu einem Einstellungstest eingeladen. Die Auswahlverfahren der Polizei gehören zu den härtesten Tests überhaupt und enden für viele Bewerber mit dem vorzeitigen Aus. Das lässt sich aber durch eine gute Vorbereitung vermeiden.

Einstellungstests für die Polizei

Das sogenannte „Eignungsauswahlverfahren“ (EAV) bei der Polizei dauert je nach Bundesland bis zu zwei und bei der Bundespolizei sogar bis zu vier Tage. Es ist in verschiedene Abschnitte unterteilt. Am Anfang steht ein schriftlicher Test, den die Kandidaten meistens am Computer absolvieren. Hier geht es um Intelligenz, Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit, Sprachkenntnisse.

Bei der Bundespolizei müssen Bewerber für den mittleren Dienst ein Diktat, für den gehobenen Dienst sogar einen Aufsatz schreiben. An den Computertest schließt sich ein Sporttest an. Auch für diesen und den folgenden Gesundheitscheck mit Belastung (EKG) sollten Sie gut trainiert sein. Häufig wird ein Zirkeltraining abgefordert, das Sie in Mindestzeit bewältigen müssen.

Liegestütze in „unmenschlicher“ Anzahl, unterschiedliche Laufstrecken, Bankdrücken und Sprungübungen ermitteln Ihre Motorik, Kondition, Stärke. In der Regel müssen Sie eine Mindestpunktzahl erreichen, um für den nächsten Abschnitt antreten zu dürfen. Dieser ist in der Regel eine Gruppenübung. Dabei geht es um Team- und Führungsfähigkeit sowie Offenheit, Ehrlichkeit und Kommunikationsfähigkeit.

Wenn Sie in dieser Übung auch brillieren, folgt ein Einzelinterview. Hier kann es ans Eingemachte gehen. Sie müssen über sich selbst erzählen, müssen Ihr Leben reflektieren. Zum Abschluss folgt der Gesundheitstest mit Belastungs-EKG, Seh-, Hör- und Lungenfunktionstest.

 

 Tipp
 

Ab dem ersten Tag Ausbildungsvergütung und Beihilfe- oder Heilfürsorgeanspruch

Wenn Sie die Einstellungstests bei der Polizei erfolgreich bestanden haben, steht Ihrer Karriere im Polizeivollzugsdienst oder bei der Kriminalpolizei in einem Bundesland oder aber bei der Bundespolizei nichts mehr im Weg. Ab Ihrem ersten Arbeitstag erhalten Sie eine Ausbildungsvergütung von rund 1.000 Euro, darüber hinaus profitierten Sie von der Beihilfe oder – je nachdem – der freien Heilfürsorge.

Bei der Beihilfe erstattet der Dienstherr 50 Prozent der Krankheitskosten für einen ledigen Beamtenanwärter. Auch Ehe- und Lebenspartner haben einen Beihilfeanspruch bis zu 80 Prozent; die Beihilfe ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Bei der Heilfürsorge übernimmt der Dienstherr die Krankheitskosten als Sachleistung.

Beamte mit Beihilfeanspruch müssen die verbleibenden Kosten mit einer privaten Krankenversicherung, der sogenannten Restkostenversicherung, abdecken. Beamte mit Heilfürsorge müssen eine Anwartschaftsversicherung abschließen. Informieren Sie sich auf Beihilferatgeber.de, welchen Anspruch Sie in Ihrem Bundesland haben.

Berechnen Sie mit dem Beihilferechner Ihren Beihilfeanspruch für sich und Ihre Familie sowie die Kosten für eine Restkostenversicherung bei der Continentale.

 

 Hier informiert die Polizei über Bewerbungsfrist und -verfahren
 

Letzte Aktualisierung: 12.09.2016




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