Ihre Bewerbung als Richter: So kommt sie gut an!

Jedes Bewerbungsverfahren verlangt es, dass sich der Bewerber mit den Anforderungen der Arbeitsstelle und den Erwartungen des Arbeitgebers an ihn genauestens auseinandersetzt. Um wie viel mehr muss dies aber für eine so exponierte gesellschaftliche Aufgabe gelten, wie es das Amt eines Berufsrichters darstellt. Bei der Bewerbung auf solch eine Spitzenposition dürfen Ihnen einfach keine Fehler unterlaufen! Wir sagen Ihnen hier, worauf Sie achten und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden müssen, damit Ihre Bewerbung als Richter zum Erfolg führt.

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Grundsätzlich gilt: Es sind die Besten eines juristischen Absolventenjahrgangs, die in die engere Auswahl für die Neubesetzung von Stellen im Richterdienst kommen. Alle eingeladenen Bewerber haben überdurchschnittliche Examensnoten in der Staatsprüfung vorzuweisen – hierin unterscheiden Sie sich kaum von den anderen. Die Prüfungsleistungen sind jedoch nur einer der Faktoren, die entscheidend sind bei Ihrer Bewerbung als Richter. Der zweite Faktor sind die persönlichen Eigenschaften, die Sie auszeichnen und für den Richterberuf in besonderer Weise qualifizieren.

Persönliche Stärken sind ausschlaggebend

Es ist genau dieser Punkt, der bei Ihrer Bewerbung als Richter zum Tragen kommt. Überlegen Sie daher, welche Fähigkeiten und Leistungen Ihre Persönlichkeit positiv prägen. Stellen Sie solche Details in Ihrer Bewerbung und später in Ihrem Auswahlgespräch heraus – denn damit gelingt es Ihnen am besten, sich vom übrigen Bewerberumfeld positiv abzuheben.

Wichtig sind hierbei soziale Kompetenz und kommunikative Stärke: Denken Sie über Beispiele aus Ihrem Leben nach, die diese Eigenschaften bei Ihnen schlüssig dokumentieren. Sind Sie privat vielleicht ein guter Streitschlichter? Prima! Dann legen Sie dar, welch kniffligen und scheinbar aussichtlosen Streitfälle Sie schon geschlichtet haben.

Das Anschreiben: Geben Sie sich ein Profil!

Das Anschreiben ist der wichtigste Teil Ihrer Bewerbung als Richter. Wiederholen Sie hier jedoch nicht Ihren Lebenslauf. Nutzen Sie das Anschreiben lieber, um Schwerpunkte hervorzuheben und sich ein Profil zu geben. Vermitteln Sie glaubhaft, warum Sie die geeignete Person für die neue Stelle eines Proberichters sind. Denn mit einem gelungenen Anschreiben bauen Sie Ihre persönlichen Einstellungsvoraussetzungen weiter aus. Beschränken Sie sich bei Ihrer Bewerbung als Richter auf eine Seite A4. Ihr Lebenslauf wiederum sollte nicht mehr als zwei Seiten umfassen.

Neben diesen Grundsätzen sollten Sie bei Ihrer Bewerbung als Richter das beachten, was für jede Bewerbung selbstverständlich ist. Vermeiden Sie Rechtschreib-, Grammatik- und Flüchtigkeitsfehler – desgleichen eine unschöne, schwerfällig-holperige Ausdrucksweise mit vielen Substantivierungen oder Passivkonstruktionen. Die Sprache ist die Waffe eines Juristen; deshalb sollten Sie in diesem Bereich glänzen, um auf Anhieb einen überzeugenden Eindruck zu vermitteln!

Weitschweifigkeit macht sich ebenfalls nicht gut. Zeigen Sie mit Ihrer Bewerbung als Richter, dass Sie in der Lage sind, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen. Lassen Sie sich gegebenenfalls von Textprofis helfen. Die Investition lohnt sich in jedem Fall; immerhin geht es hier um Ihren weiteren Lebens- und Berufsweg und eine Top-Position im Staatsdienst.

Bewerbung als Richter via E-Mail oder per Post versenden?

Schätzungsweise 90 Prozent aller Bewerbungen werden inzwischen per E-Mail verschickt. Das sah vor zehn Jahren noch ganz anders aus. Insbesondere, weil der aufwändige Rückversand von Unterlagen entfällt und sich jede Menge an Portokosten sparen lässt, ist die E-Mail-Bewerbung bei Arbeitgebern beliebt; sie rufen selbst ausdrücklich dazu auf. Doch auch wenn dies heute das übliche Verfahren ist – für Ihre Bewerbung als Richter gilt dies nicht.

Auf den Bewerbungsinformationsseiten der Behörden im Internet sind in der Regel postalische Adressen angegeben, an die Sie Ihre Bewerbung als Richter senden müssen. Zu den einzureichenden Unterlagen gehören meist eine bestimmte Anzahl von Lichtbildern, ein handgeschriebener Lebenslauf, Vordrucke dienstrechtlicher Natur, etwa zur Überprüfung der Verfassungstreue. Allein schon wegen dieser „Beigaben“ führt an der postalischen Übersendung kein Weg vorbei.

Das Auswahlgespräch: Gute Vorbereitung zählt!

Halten Sie schließlich die Einladung zu einem Auswahlgespräch für den Justizdienst in Ihren Händen, haben Sie mit Ihrer Bewerbung bis dahin alles richtig gemacht. Nun kommt es für Sie darauf an, im persönlichen Gespräch zu überzeugen. Berücksichtigen Sie das zuvor Ausgeführte zu Fähigkeiten und Leistungen, die Ihre Persönlichkeit prägen. Verschaffen Sie sich darüber hinaus einen Überblick über das Gericht, für das Sie zukünftig tätig sind: Seit wann gibt es das Gericht und wie groß ist es? Wie viele Richter arbeiten dort? Die Antworten auf solche Fragen sollten Sie kennen.

Gehen Sie selbstsicher in das Gespräch – mit bewusst eingesetzter Zurückhaltung. Ein zu forsches Auftreten ist unangebracht und könnte irritierend wirken. Auch bei Ihrer Kleidung sollten Sie Zurückhaltung üben: Mit einem klassisch-hochwertigen Anzug in gedeckter, dunkler Farbe machen Sie als Bewerber um ein Richteramt eine gute Figur. Für Bewerberinnen ist ein entsprechendes Kostüm das Kleidungsstück der Wahl.

 

Letzte Aktualisierung: 31.05.2017




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