Landes- und Kommunalbeamte im gehobenen und höheren technischen Dienst

Mit dem Abschluss eines Studiums technischer Fachrichtung haben Sie allerbeste Karrierechancen im gehobenen und höheren technischen Dienst bei Kommunalverwaltungen und Landesbehörden. Erfahren Sie mehr über Vorbereitungsdienst, Besoldungsgruppen und Krankenversicherung.

Was gilt für Sie?
Hier erfahren Sie:
  • Was die Beihilfe für Sie und Ihre Angehörigen zahlt
  • Was Sie mit einer Restkostenversicherung absichern müssen
  • Was eine Restkostenversicherung der Continentale kostet

Um Beamter im technischen Dienst zu werden, müssen Sie in der Regel bereits ein technisches Studium abgeschlossen haben. Ein Bachelor-Zeugnis genügt für die Laufbahn im gehobenen technischen Dienst. Wer gleich in den höheren Dienst einsteigen will, benötigt sogar einen Master-Abschluss. Neben der technischen Qualifikation müssen Sie die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines anderen EU-Staates besitzen, gesundheitlich fit sein und dürfen nicht vorbestraft sein, damit Sie zum Beamten ernannt werden können.

Der gehobene technische Verwaltungsdienst

Als Beamter im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst haben Sie Ihren Arbeitsplatz in Landesbehörden, Gemeinden, Gemeindeverbänden oder Zweckverbänden. Dienststellen sind zum Beispiel

  • Bauämter,
  • Umweltämter,
  • Gewerbeaufsicht,
  • Forstämter,
  • Wasserwirtschaftsverwaltung,
  • Straßenbauämter,
  • eichtechnischer Dienst,
  • feuerwehrtechnischer Dienst,
  • Bergverwaltung,
  • kartographischer und vermessungstechnischer Dienst.

Dort bereiten Sie als hochqualifizierter Sachbearbeiter wichtige Entscheidungen vor und wenden komplexe Gesetze und Vorschriften an.

Zu Beginn Ihrer Karriere durchlaufen Sie einen Vorbereitungsdienst. Die Dauer dieser Ausbildungsphase ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Die Gemeinden und Gemeindeverbände in NRW bieten zum Beispiel Bauingenieuren nach dem Studium den Einstieg in den gehobenen bautechnischen Dienst an. Da das Studium angerechnet wird, dauert der Vorbereitungsdienst statt drei Jahren hier nur 14 Monate. Hamburg bietet Bachelor-Absolventen an, mit einem 15-monatigen Vorbereitungsdienst in den technischen Dienst der Bauverwaltung einzusteigen. In einigen Bundesländern führt aber auch nach dem Studium kein Weg in den gehobenen Dienst.

Nur in Bayern können schon Schulabgänger mit allgemeiner Hochschul- oder Fachhochschulreife direkt die Laufbahn im gehobenen technischen Dienst einschlagen – mit einem Studium der Verwaltungsinformatik an der Verwaltungsfachhochschule in Hof. Die dreijährige Ausbildung schließt mit der Bachelorprüfung ab.

Der Vorbereitungsdienst nach dem Studium bedeutet aber nicht, dass Sie kein Geld verdienen: Als Anwärterinnen und Anwärter werden Sie schon zu Beginn Ihrer Ausbildung in die Besoldungsgruppe A9, teilweise sogar A10, eingruppiert. Später können Sie bis in die Besoldungsgruppe A12 aufsteigen. Wie hoch das Einkommen tatsächlich ist, regelt jedes Bundesland eigenständig und recht unterschiedlich.

Der höhere technische Verwaltungsdienst

Wer bereits einen Master in einem technischen Studienfach in der Tasche hat, kann die Laufbahn im höheren technischen Verwaltungsdienst einschlagen. Große Kommunalverwaltungen und Landesbehörden als Einstellungsbehörden suchen zum Beispiel Architekten, Verfahrenstechniker, Chemiker oder Bauingenieure. Der erste Schritt in den höheren technischen Dienst ist auch in diesem Fall ein Vorbereitungsdienst: das technische Referendariat. Diese berufspraktische Ausbildung dauert zwei Jahre und endet mit einer Laufbahnprüfung. In der höchsten Laufbahn für Beamte werden Sie in die Besoldungsgruppen A13 bis A16 eingruppiert. Danach übernehmen Sie zunächst als Beamter auf Probe, später auf Lebenszeit, Leitungsaufgaben in den einzelnen Behörden.

Beamte erhalten Beihilfe und brauchen eine (private) Krankenversicherung

Neben der Sicherheit des Arbeitsplatzes und regelmäßigen Erhöhungen der Besoldung genießen Beamte weitere Vorteile: Schon als Anwärter im Vorbereitungsdienst haben Sie zum Beispiel einen Anspruch auf Beihilfe. Anstatt der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernimmt Ihr Dienstherr einen Teil Ihrer Kosten im Krankheitsfall, ohne dass Sie dafür Monat für Monat Beiträge zahlen. Nur die Restkosten müssen Sie mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) abdecken. Einige private Krankenversicherungen bieten günstige Tarife speziell für Beamtenanwärter.

Letzte Aktualisierung: 15.01.2016




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