Landes- und Kommunalbeamte im gehobenen und höheren nichttechnischen Dienst

Einen sicheren Arbeitsplatz und beste Karrierechancen bieten die Laufbahnen im gehobenen und höheren nichttechnischen Dienst bei Landesbehörden und Kommunen. Informieren Sie sich hier über Ausbildung, Besoldung und Krankenversicherung.

Was gilt für Sie?
Hier erfahren Sie:
  • Was die Beihilfe für Sie und Ihre Angehörigen zahlt
  • Was Sie mit einer Restkostenversicherung absichern müssen
  • Was eine Restkostenversicherung der Continentale kostet

Wer die Hochschul- oder Fachhochschulreife in der Tasche hat oder sogar schon einen Studienabschluss kann bei Landesbehörden und Kommunen als Beamter seine Karriere starten. Dann nämlich können Sie in die beiden oberen Laufbahngruppen für Beamte einsteigen: den gehobenen oder den höheren nichttechnischen Dienst. Damit Sie später wirklich Beamter werden können, müssen Sie neben der fachlichen Qualifikation die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines EU-Staates besitzen und gesundheitlich fit sein. Sie dürfen zudem nicht vorbestraft sein. Das schreibt das Beamtenrecht vor.

Der gehobene nichttechnische Dienst

Als Beamter im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst haben Sie Ihren Arbeitsplatz in Landesbehörden, Gemeinden, Gemeindeverbänden oder Zweckverbänden, zum Beispiel bei der Wirtschaftsförderung, im Personal- oder Sozialamt. Dort bereiten Sie als hochqualifizierter Sachbearbeiter wichtige Entscheidungen vor und wenden komplexe Gesetze und Vorschriften an.

Zu Beginn Ihrer Karriere durchlaufen Sie einen dreijährigen Vorbereitungsdienst. Ähnlich wie in einem dualen Studium findet ein Teil dieser Ausbildung an besonderen Fachhochschulen für Verwaltung statt. Dort lernen Sie mehr über Verwaltungsrecht, Volkswirtschaftslehre und die Organisation der Verwaltung. Den praktischen Teil übernehmen die Behörden selbst. Dort können Sie das theoretisch Gelernte direkt anwenden.

Am Ende des Vorbereitungsdienstes steht die Laufbahnprüfung an der Fachhochschule, mit der Sie auch einen akademischen Grad erwerben, den Bachelor of Public Administration (B.P.A.). Danach können Sie als Beamter – zunächst auf Probe, später auf Lebenszeit – eingestellt werden. Alternativ können Sie auch noch einen Master aufsatteln.

Ein Vorteil der Ausbildung zum Beamten im gehobenen nichttechnischen Dienst: Ihr Dienstherr bezahlt Sie für das Lernen. Als Beamtenanwärter werden Sie schon zu Beginn Ihrer Ausbildung in die Besoldungsgruppe A9 eingruppiert. Später können Sie bis in die Besoldungsgruppe A12 aufsteigen. Welches konkrete Einkommen sich dahinter verbirgt, ist allerdings von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Der höhere Dienst

Wer schon ein Fachstudium erfolgreich beendet hat, etwa als Volkswirt, Jurist, Mediziner, Ingenieur, Forst- oder Agrarwirt, Sozialarbeiter oder Psychologe, kann die Laufbahn im höheren nichttechnischen Verwaltungsdienst einschlagen. Wie für alle anderen Beamten gelten nach dem Beamtenrecht zusätzlich als Einstellungsvoraussetzung:

  • Sie müssen Deutscher oder anderer EU-Bürger sein,
  • gesundheitlich fit und
  • nicht vorbestraft.

Als Beamter im höheren nichttechnischen Dienst übernehmen Sie Leitungsaufgaben in Landesämtern und Kommunalbehörden, zum Beispiel beim Schulpsychologischen Dienst. Auch hier steht ein Vorbereitungsdienst am Beginn der Karriere. Das Referendariat – so heißt der spezielle Vorbereitungsdienst für diese Laufbahngruppe – dauert zwei Jahre und endet ebenfalls mit einer Prüfung. In der höchsten Laufbahn für Beamte werden Sie in die Besoldungsgruppen A 13 bis A 16 eingruppiert.

Beamte erhalten Beihilfe und brauchen eine (private) Krankenversicherung

Ein weiteres Privileg der Ausbildung zum Beamten: Schon als Anwärter genießen Sie viele Privilegien. Dazu gehört zum Beispiel der Anspruch auf Beihilfe. Statt in eine gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu zahlen, übernimmt Ihr Dienstherr einen Teil Ihrer Kosten im Krankheitsfall, ohne dass Sie dafür regelmäßige Abzüge von Ihrem Einkommen hinnehmen müssen. Nur die Restkosten müssen Sie mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) abdecken. Einige private Krankenversicherungen bieten günstige Tarife speziell für Beamtenanwärter.

Letzte Aktualisierung: 15.01.2016




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