Sonderreglungen

Sonderregelungen für die Beihilfe

Wer betroffen ist und was es zu beachten gilt

Um einige spezielle Beamtengruppen kümmert sich der Staat besonders fürsorglich. Hierbei müssen Sie einige Sonderregelungen für die Beihilfe beachten. Welche Beamten davon betroffen sind und was das für Sie bedeutet, lesen Sie hier.

 

Aus Sonderregelungen können sich massive Auswirkungen für Ihren Anspruch auf Beihilfe ergeben. Betroffen sind vor allem Soldaten, Beamte des Polizeivollzugs, der Post und der Bundesbahn. Für diese vier Gruppen haben wir daher in der folgenden Kategorie das Wichtigste im Hinblick auf die Sonderregelungen der Beihilfe zusammengefasst.

Zu den einzelnen Sonderregelungen:

Sonderregel von der Beihilfe für Soldaten und manche Polizeivollzugsbeamte: Keine freie Arztwahl

Sonderregel Beihilfe SoldatenWeil sie im Auftrag des deutschen Staats besondere Risiken eingehen, sind Soldaten und Polizeivollzugsbeamte über Sonderregelungen besonders gut abgesichert, wenn es um ihre Gesundheit geht. Soldaten zum Beispiel können sich völlig kostenfrei vom Truppenarzt versorgen lassen. Ähnlich ist es bei vielen Polizeivollzugsbeamten, um die sich im Rahmen einer Sonderregelung der Polizeiärztliche Dienst kümmert. Während hier einige Beamte wählen können, sind manche Polizisten wie Soldaten auch auf die Sachleistungen angewiesen, die ihr Dienstherr ihnen anbietet. Das bedeutet: Eine freie Arztwahl, wie der Normalbürger sie kennt, ist ihnen verwehrt.

Für die besondere Versorgung gelten Sonderregelungen, die den allgemeinen Vorschriften über die Beihilfe vorgehen. Daraus ergeben sich einige Besonderheiten, die Sie kennen sollten. Was sie bei der truppenärztlichen Versorgung beachten sollten, erfahren Soldaten hier. Unter welchen Voraussetzungen sie sich vom Polizeiärztlichen Dienst behandeln lassen können oder sogar müssen, lesen Sie hier.

Betriebliche Sozialeinrichtungen für Beamte von Post und Bahn

Daneben gelten Beihilfe-Sonderregelungen für Beamte der Bundesbahn und für Postbeamte. In diesem Fall geht es aber nicht um eine besondere staatliche Heilfürsorge. Diese Ausnahmen haben historische Gründe. Im Zuge der Einführung von Sozialversicherungen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert wurden für Arbeiter der Post und der Bahn betriebliche Sozialeinrichtungen gegründet, von denen die Beamten noch heute profitieren: die Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB) und die Postbeamtenkrankkasse (PBeaKK). Nach der Privatisierung der beiden staatlichen Betriebe haben diese Einrichtungen jedoch kaum noch Bedeutung. Einen Anspruch auf ihre Leistungen haben nur noch Beamte, die vor den großen Reformen der neunziger Jahre dort eingestiegen sind. Neue Mitglieder nehmen sie nicht mehr auf. Dennoch: Wer noch Bundesbahnbeamter ist, sollte sich über die KVB informieren. Und auch Postbeamte sollten über die PBeaKK Bescheid wissen.

Letzte Aktualisierung: 16.11.2016


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